BMP-zu-PNGkonverter

Ratgeber · 8 Min. Lesezeit

Was ist eine BMP-Datei? Aufbau, Herkunft und warum Windows sie nutzt

Was ist eine BMP-Datei? Das Windows-Bitmap-Format verständlich erklärt: Aufbau aus Dateiheader, Infoheader, Farbpalette und Pixeldaten, Farbtiefen von 1 bis 32 Bit, warum BMP unkomprimiert und dadurch so groß ist, wo es heute noch vorkommt und wie du eine BMP ohne Software ansiehst oder in PNG umwandelst.

Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan Rudat Veröffentlicht Geprüft

Kurz gesagt

Eine .bmp-Datei ist ein Windows-Bitmap, also ein unkomprimiertes Rasterbildformat von Microsoft. Sie speichert jeden einzelnen Bildpunkt mit seinem vollen Farbwert und verzichtet im Normalfall auf jede Komprimierung. Das macht BMP extrem einfach und exakt, aber sehr groß. Eingeführt mit Windows in den frühen 1990er Jahren, ist BMP heute ein Nischenformat: zuverlässig, aber unpraktisch zum Versenden oder Veröffentlichen. Für Web, E-Mail und Archivierung wandelt man BMP meist verlustfrei in PNG um, das geht direkt im Browser, ohne Upload.

Wer auf einem Windows-PC alte Bilder, Scans oder Programmgrafiken anfasst, stößt früher oder später auf die Endung .bmp. Sie wirkt unscheinbar, sorgt aber regelmäßig für Verwunderung: Warum belegt ein kleines Bild plötzlich mehrere Megabyte, warum lässt es sich auf dem Smartphone schlecht ansehen und warum schlägt jedes Tool vor, es in PNG oder JPG umzuwandeln? Dieser Ratgeber erklärt, was eine BMP-Datei wirklich ist, wie sie intern aufgebaut ist, woher sie kommt, wo sie heute noch vorkommt und warum man sie im Alltag fast immer konvertiert.

Definition: BMP ist das unkomprimierte Bitmap-Format von Windows

BMP steht für Bitmap, oft auch DIB genannt (Device Independent Bitmap). Es ist ein Rasterbildformat, das heißt, das Bild besteht aus einem festen Raster aus Bildpunkten (Pixeln), von denen jeder seinen eigenen Farbwert hat. Das Besondere und zugleich die größte Schwäche: BMP speichert diese Pixel im klassischen Fall unkomprimiert. Es wird also nicht versucht, gleiche Flächen oder Muster platzsparend zusammenzufassen, sondern jeder Punkt steht roh und vollständig in der Datei. Damit ist BMP eines der einfachsten Bildformate überhaupt: Es ist im Grunde nur eine direkte Abbildung dessen, was im Bildspeicher des Rechners liegt.

Genau diese Einfachheit war in den Anfangsjahren von Windows ein Vorteil. Ein Programm konnte ein BMP ohne aufwendige Dekodierung direkt in den Bildschirmspeicher schreiben. Heute, wo Speicherplatz und Übertragungswege eine Rolle spielen, ist dieselbe Einfachheit der Grund, warum BMP als Austauschformat fast verschwunden ist.

Herkunft: BMP und Windows gehören zusammen

Das BMP-Format wurde von Microsoft (zusammen mit IBM für OS/2) entwickelt und tauchte mit den frühen grafischen Windows-Versionen auf. Spätestens mit Windows 3.0 zu Beginn der 1990er Jahre war BMP das selbstverständliche Bildformat des Betriebssystems: Hintergrundbilder, das gute alte Paint, Programmsymbole und viele mitgelieferte Grafiken lagen als Bitmap vor. BMP war nie als platzsparendes Internetformat gedacht, das Web steckte damals in den Anfängen. Es war das hauseigene, robuste Format, das jedes Windows-Programm ohne Zusatzbibliothek lesen und schreiben konnte.

Diese enge Bindung an Windows erklärt bis heute zwei Dinge: warum man BMP vor allem im Microsoft-Umfeld antrifft und warum andere Plattformen, mobile Geräte und Webdienste oft zickig reagieren oder das Bild gar nicht erst anzeigen. BMP ist ein Heimspielformat, außerhalb des Windows-Ökosystems ist es ein Gast.

Aufbau einer BMP-Datei

Intern ist eine BMP-Datei erfreulich übersichtlich aufgebaut. Sie besteht im Kern aus vier Abschnitten, die in dieser Reihenfolge hintereinander stehen:

  • Dateiheader (BITMAPFILEHEADER): Eine kurze Einleitung von 14 Byte. Sie beginnt mit der Signatur "BM", die jede BMP-Datei kennzeichnet, und enthält die Gesamtgröße der Datei sowie die Angabe, an welcher Stelle die eigentlichen Pixeldaten beginnen.
  • Informationsheader (BITMAPINFOHEADER): Das technische Herzstück. Hier stehen Bildbreite und Bildhöhe in Pixeln, die Farbtiefe (Bit pro Pixel), die verwendete Kompressionsart (meist keine), die Auflösung in Pixeln pro Meter und die Anzahl der Farben in der Palette. Es gibt mehrere Versionen dieses Headers, neuere können auch Alphakanäle und Farbprofile beschreiben.
  • Farbpalette (optional): Nur bei Bildern mit wenigen Farben (1, 4 oder 8 Bit) vorhanden. Statt für jeden Pixel die volle Farbe zu speichern, steht hier eine Tabelle der verwendeten Farben, und die Pixeldaten verweisen nur per Index darauf.
  • Pixeldaten: Der mit Abstand größte Teil. Hier liegen die Bildpunkte Zeile für Zeile. Eine Besonderheit: BMP speichert die Zeilen üblicherweise von unten nach oben, und jede Zeile wird auf ein Vielfaches von 4 Byte aufgefüllt (Padding). Das ist ein typischer Stolperstein, wenn man BMP von Hand auslesen will.

Weil dieser Aufbau so geradlinig ist, kann praktisch jeder Browser ein BMP nativ dekodieren. Genau das nutzt der BMP-zu-PNG-Konverter auf dieser Seite: Er liest das Bitmap lokal ein und gibt es als platzsparendes PNG aus, ohne dass die Datei jemals dein Gerät verlässt.

Farbtiefen: von Schwarz-Weiß bis 32 Bit mit Alphakanal

Die Farbtiefe legt fest, wie viele Bit pro Pixel verwendet werden und damit, wie viele Farben darstellbar sind. BMP unterstützt eine ganze Bandbreite, was den unterschiedlichen historischen Einsatzzwecken geschuldet ist.

Farbtiefe Farben Transparenz Typischer Einsatz
1 Bit 2 (Schwarz-Weiß) nein Faxe, Strichzeichnungen, Masken
4 Bit 16 (Palette) nein alte Programmgrafiken, Icons
8 Bit 256 (Palette) nein Screenshots, Grafiken mit wenig Farben
16 Bit ca. 65.000 selten ältere Geräte, Zwischenformate
24 Bit ca. 16,7 Mio. (True Color) nein der Standardfall für Fotos und Vollfarbbilder
32 Bit 16,7 Mio. plus Alpha ja (Alphakanal) Bilder mit Transparenz, z. B. Icons

Wichtig für die Praxis: Nur das 32-Bit-BMP kann überhaupt Transparenz speichern, weil es einen zusätzlichen Alphakanal mitführt. Das verbreitete 24-Bit-BMP kennt keine Transparenz. Ein weißer Hintergrund bleibt dort schlicht weiß und wird beim Umwandeln auch nicht von selbst durchsichtig. Mehr zu diesem oft missverstandenen Punkt steht im Ratgeber Bleibt die Transparenz beim Umwandeln erhalten.

Warum BMP so groß wird (mit Rechenbeispiel)

Die Dateigröße eines unkomprimierten BMP lässt sich fast direkt ausrechnen, weil sie nicht vom Bildinhalt abhängt, sondern nur von den Abmessungen und der Farbtiefe. Die Faustformel lautet:

Größe ≈ Breite × Höhe × (Bit pro Pixel ÷ 8)

Ein Beispiel: Ein Foto mit 1920 mal 1080 Pixeln in 24 Bit ergibt 1920 × 1080 × 3 Byte, also rund 6,2 Megabyte, und zwar egal, ob das Bild ein buntes Foto oder eine einfarbige Fläche zeigt. Dasselbe Motiv als PNG belegt oft nur einen kleinen Bruchteil davon, weil PNG gleiche oder ähnliche Bereiche verlustfrei zusammenfasst. Bei einem flächigen Screenshot oder Logo kann die Ersparnis weit über 90 Prozent liegen. Warum das funktioniert und wo der Vorteil am größten ist, erklärt der Ratgeber Warum sind BMP-Dateien so groß.

Es gibt zwar eine optionale RLE-Komprimierung für BMP (Lauflängenkodierung), die wird aber selten genutzt, funktioniert nur bei 4- und 8-Bit-Bildern und wird längst nicht von allen Programmen sauber gelesen. Im Alltag bedeutet BMP daher praktisch immer: unkomprimiert und groß.

Wo BMP heute noch vorkommt

Obwohl BMP als Austauschformat aus der Mode ist, taucht es weiterhin an bestimmten Stellen auf. Wer diese Quellen kennt, versteht, warum die Endung gelegentlich wieder auftaucht:

  • Scanner und Multifunktionsgeräte: Manche Scan-Programme bieten BMP als rohes, verlustfreies Ausgabeformat an, weil es einfach zu erzeugen ist.
  • Ältere und industrielle Software: Kassensysteme, Mess- und Steuerungsanwendungen oder Spezialprogramme exportieren teils noch BMP, weil es dort seit jeher unterstützt wird.
  • Windows-Bordmittel: Das klassische Paint kann BMP nativ erzeugen, und Windows-Icons greifen intern auf das Bitmap-Prinzip zurück.
  • Programmierung und Embedded-Systeme: Wo ein Bild ohne Dekodier-Bibliothek direkt in den Speicher geschrieben werden soll, ist die Einfachheit von BMP weiterhin praktisch.
  • Zwischenformat in Bildbearbeitung: Gelegentlich als verlustfreier Zwischenschritt, wenn ein Programm kein anderes rohes Format anbietet.

Warum man BMP im Alltag fast immer umwandelt

Drei Gründe machen BMP als Endformat unpraktisch. Erstens die Größe: Ein BMP sprengt schnell E-Mail-Anhänge und Upload-Limits, während dasselbe Bild als PNG problemlos durchgeht. Zweitens die Kompatibilität: Viele Webdienste, Foren, Content-Management-Systeme und mobile Geräte zeigen BMP gar nicht oder nur widerwillig an, PNG hingegen wird überall verstanden. Drittens fehlende Transparenz: Wer ein freigestelltes Logo braucht, kommt mit dem typischen 24-Bit-BMP nicht weit.

Die Lösung ist denkbar einfach und verlustfrei: BMP nach PNG. Dabei geht kein Bildinhalt verloren, das PNG enthält exakt dieselben Pixel, nur platzsparend gespeichert. Ob PNG oder doch JPG die bessere Wahl ist, hängt vom Motiv ab und wird im Vergleich BMP in JPG oder PNG geklärt.

So siehst du eine BMP an oder wandelst sie um

Eine BMP anzusehen ist meist unproblematisch: Auf Windows öffnet die Fotos-App oder Paint die Datei, auf dem Mac die Vorschau, und auch jeder Browser zeigt ein BMP an, wenn man es hineinzieht. Zum Weitergeben oder Veröffentlichen lohnt sich aber die Umwandlung in PNG. Am schnellsten geht das so:

  1. Öffne den BMP-zu-PNG-Konverter auf bmp-png.de.
  2. Ziehe deine .bmp-Datei in das Feld oder wähle sie über den Button aus. Du kannst auch mehrere Dateien auf einmal hineinziehen.
  3. Das Tool dekodiert das Bitmap lokal und zeigt sofort eine Vorschau samt Größenvergleich (BMP zu PNG).
  4. Lade das PNG herunter, der Dateiname wird automatisch von .bmp auf .png gesetzt. Bei mehreren Dateien geht das als ein ZIP.

Es wird nichts hochgeladen und nichts installiert. Das funktioniert auch auf Schul- oder Firmenrechnern ohne Administratorrechte. Wie sich dieser Browser-Weg von Programmen und Server-Konvertern unterscheidet, beschreibt der Ratgeber BMP in PNG umwandeln ohne Software.

Häufige Fragen

Wofür steht die Endung .bmp?

BMP steht für Bitmap und bezeichnet das unkomprimierte Windows-Rasterbildformat. Es speichert ein Bild Pixel für Pixel, ohne Komprimierung, weshalb BMP-Dateien sehr groß werden.

Warum sind BMP-Dateien so groß?

Weil das klassische BMP unkomprimiert ist. Jeder Pixel wird einzeln mit seinem vollen Farbwert gespeichert. Die Größe ergibt sich aus Breite mal Höhe mal Farbtiefe, unabhängig vom Bildinhalt.

Hat eine BMP-Datei Transparenz?

Ein klassisches 24-Bit-BMP hat keine Transparenz. Nur ein 32-Bit-BMP kann einen Alphakanal enthalten und damit transparente Bereiche speichern. Im Alltag sind die meisten BMP-Dateien voll deckend.

Wie öffne oder wandle ich eine BMP-Datei um?

BMP lässt sich mit Windows-Fotos, der macOS-Vorschau oder direkt im Browser ansehen. Zum Weitergeben wandelt man es meist in PNG um, das geht auf bmp-png.de lokal im Browser, ohne Upload und ohne Software.

Quellen und Methodik

  • Microsoft Learn: Bitmap-Dateistruktur, BITMAPFILEHEADER und BITMAPINFOHEADER (Windows-GDI-Dokumentation).
  • Microsoft Learn: Bitmap-Kompression und Device Independent Bitmaps (DIB).
  • Eigene Messung: Die genannten Dateigrößen wurden mit der Formel Breite × Höhe × Bit pro Pixel berechnet und mit Testbildern gegengeprüft, die mit dem Konverter dieser Seite umgewandelt wurden.

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