Kurz gesagt
BMP ist unkomprimiert. Es speichert jeden einzelnen Bildpunkt stur als rohe Farbwerte, ohne jede Verdichtung. Die Dateigröße ergibt sich fast direkt aus Breite mal Höhe mal Farbtiefe. Schon ein Full-HD-Bild belegt so rund 6 Megabyte. PNG speichert dasselbe Bild verlustfrei komprimiert: kein Pixel geht verloren, die Datei wird aber oft nur ein Bruchteil so groß. Du kannst dein BMP direkt im Browser in PNG umwandeln, ohne Upload.
Wer zum ersten Mal ein BMP speichert, erschrickt oft über die Dateigröße. Ein einfacher Screenshot, der als PNG kaum 300 Kilobyte braucht, wird als BMP schnell zu mehreren Megabyte. Bei einem Stapel Bilder summiert sich das rasch zu Gigabyte, der Mailanhang platzt, der USB-Stick ist voll, der Upload dauert ewig. Der Grund ist kein Fehler und keine schlechte Qualität, sondern die Bauart des Formats selbst. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, warum BMP so viel Platz frisst, rechnet die Größe vor und zeigt, wie PNG denselben Bildinhalt verlustfrei deutlich kleiner speichert.
Der Kern: BMP komprimiert nicht
Ein digitales Bild besteht aus einem Raster aus Bildpunkten, den Pixeln. Jeder Pixel hat eine Farbe, und diese Farbe muss als Zahl gespeichert werden. BMP, kurz für Bitmap, macht genau das auf die einfachste denkbare Weise: Es schreibt für jeden Pixel die vollen Farbwerte hintereinander in die Datei, Zeile für Zeile, ohne sie zu verdichten. Es gibt keine Mustererkennung, keine Wiederholungserkennung, keine Verkleinerung. Das macht das Format technisch sehr einfach und schnell zu lesen, aber eben auch sehr groß.
Genau hier liegt der Unterschied zu modernen Formaten. PNG, JPG oder WebP analysieren das Bild und speichern es kompakter. BMP tut das bewusst nicht. Was eine BMP-Datei genau im Inneren aufbaut, beschreibt der Ratgeber BMP oder PNG: Unterschiede.
Die Formel: so rechnest du die Größe aus
Die Größe einer unkomprimierten BMP-Datei lässt sich erstaunlich genau vorhersagen. Die Faustformel lautet:
Die Byte pro Pixel hängen von der Farbtiefe ab. Bei einem 24-Bit-BMP (Rot, Grün, Blau je 8 Bit) sind es 3 Byte pro Pixel. Bei einem 32-Bit-BMP (zusätzlich ein Alphakanal) sind es 4 Byte. Dazu kommt noch ein kleiner, fester Dateikopf von wenigen Dutzend Byte, der fällt aber kaum ins Gewicht.
Ein konkretes Rechenbeispiel für ein Full-HD-Bild mit 24 Bit:
- 1920 × 1080 = 2.073.600 Pixel
- 2.073.600 × 3 Byte = 6.220.800 Byte
- das sind rund 5,9 Megabyte, nur für dieses eine Bild
Bei 32 Bit wären es sogar rund 7,9 Megabyte. Und das Beste daran für das Verständnis: Diese Größe hängt nicht vom Bildinhalt ab. Ob das Bild komplett weiß, kunterbunt oder ein Foto ist, das unkomprimierte BMP ist immer gleich groß, weil jeder Pixel den gleichen Platz braucht.
| Auflösung | Pixel | BMP 24 Bit | BMP 32 Bit |
|---|---|---|---|
| 640 × 480 | 307.200 | ca. 0,9 MB | ca. 1,2 MB |
| 1920 × 1080 | 2.073.600 | ca. 5,9 MB | ca. 7,9 MB |
| 3840 × 2160 (4K) | 8.294.400 | ca. 24 MB | ca. 32 MB |
Wie PNG denselben Inhalt kleiner speichert
PNG speichert exakt dieselben Pixel wie das BMP, aber es komprimiert sie verlustfrei mit einem Verfahren namens Deflate. Vereinfacht gesagt sucht Deflate nach Wiederholungen und Mustern und beschreibt sie kompakter. Statt zum Beispiel tausendmal hintereinander den gleichen weißen Pixel auszuschreiben, merkt sich PNG sinngemäß: weiß, tausendmal. Beim Anzeigen wird das wieder vollständig zurückgerechnet, Pixel für Pixel identisch.
Wichtig: Verlustfrei heißt, dass kein einziger Bildpunkt verändert oder weggeworfen wird. Das PNG sieht haargenau aus wie das BMP. Es ist nur klüger gespeichert. Das unterscheidet PNG grundlegend von JPG, das Bildinformation tatsächlich verwirft, um noch kleiner zu werden. Mehr dazu im Vergleich BMP oder PNG.
Wann der Größenvorteil besonders groß ist
Wie stark PNG schrumpft, hängt vom Motiv ab, weil Deflate Muster braucht, um sie zu verdichten. Drei typische Fälle:
- Flächen, Logos, Diagramme: Hier wiederholen sich gleiche Farben oft über große Bereiche. Die Kompression greift extrem gut, Ersparnisse von 90 bis 98 Prozent sind normal.
- Screenshots und Benutzeroberflächen: Viel einfarbiger Hintergrund, klare Kanten, wenige Farben. Auch hier ist die Ersparnis sehr hoch, meist deutlich über 90 Prozent.
- Detailreiche Fotos: Hier ändert sich fast jeder Pixel, es gibt wenige Wiederholungen. Die verlustfreie Kompression greift schwächer, aber das PNG bleibt trotzdem meist deutlich kleiner als das BMP, oft etwa halb so groß.
Daraus folgt eine ehrliche Faustregel: PNG ist fast immer kleiner als ein BMP, aber der große Sprung kommt bei Grafiken, nicht bei Fotos. Wenn du sehr kleine Dateien für reine Fotos brauchst, ist ein verlustbehaftetes Format wie JPG die kleinere, aber qualitativ verändernde Alternative. Wann sich was lohnt, klärt der Ratgeber BMP in PNG umwandeln.
Was BMP nicht kleiner macht: verbreitete Irrtümer
Es kursieren ein paar Missverständnisse, die wir ausräumen sollten:
- Umbenennen hilft nicht. Eine BMP-Datei in .png umzubenennen verändert nur die Endung, nicht den Inhalt. Die Datei bleibt ein unkomprimiertes BMP und wird von vielen Programmen dann gar nicht mehr geöffnet. Es braucht eine echte Umwandlung.
- Auflösung verkleinern ist etwas anderes. Wer das Bild kleiner rechnet, wirft Pixel weg und verändert das Bild. Die Format-Umwandlung in PNG ändert die Auflösung nicht, sie speichert nur klüger.
- ZIP packen bringt wenig zusätzlich. Ein BMP in ein ZIP zu legen komprimiert zwar etwas, aber PNG nutzt im Kern dasselbe Verfahren bereits eingebaut und liefert ein direkt nutzbares Bild statt eines Archivs.
So verkleinerst du dein BMP in der Praxis
Der einfachste und sicherste Weg ist die Umwandlung in PNG, weil sie verlustfrei ist. So gehst du vor:
- Oeffne den BMP-zu-PNG-Konverter auf bmp-png.de.
- Ziehe dein BMP (oder mehrere) in das Feld. Die Umwandlung läuft lokal im Browser, ohne Upload.
- Lies den Größenvergleich ab: Das Tool zeigt dir die alte BMP-Größe, die neue PNG-Größe und die Ersparnis in Prozent.
- Lade das PNG herunter, oder bei mehreren Dateien alle zusammen als ein ZIP.
Damit hast du die gleiche Bildqualität bei einem Bruchteil der Dateigröße, ohne dass etwas an ein fremdes Gerät geschickt wird.
BMP verkleinern, ohne Qualität zu verlieren
Wandle dein BMP verlustfrei in ein kleineres PNG um, direkt im Browser.
Zum BMP-zu-PNG-KonverterHäufige Fragen
Warum ist eine BMP-Datei so groß?
BMP speichert jeden Pixel unkomprimiert als rohe Farbwerte. Die Größe ergibt sich aus Breite mal Höhe mal Farbtiefe. Schon ein Full-HD-Bild belegt so rund 6 Megabyte, weil nichts verdichtet wird.
Wie berechne ich die Größe einer BMP-Datei?
Multipliziere die Pixelzahl (Breite mal Höhe) mit der Anzahl Byte pro Pixel. Bei 24 Bit sind das 3 Byte, bei 32 Bit 4 Byte. 1920 mal 1080 mal 3 ergibt rund 6 Megabyte.
Verliert PNG beim Komprimieren Qualität?
Nein. PNG nutzt die verlustfreie Deflate-Kompression. Es wird kein Pixel verändert oder weggeworfen, das Bild bleibt identisch, belegt aber weniger Speicher.
Wann spart PNG am meisten gegenüber BMP?
Bei Flächen, Logos, Screenshots und Grafiken mit Wiederholungen ist die Ersparnis riesig, oft über 90 Prozent. Bei feinkörnigen Fotos fällt sie kleiner aus, das PNG bleibt aber meist deutlich unter der BMP-Größe.
Quellen und Methodik
- Microsoft: Bitmap-Header-Strukturen und Bildpunktdaten (Aufbau von BMP, Farbtiefen, fehlende Kompression im Standardfall).
- W3C: PNG Specification, Abschnitt zur Deflate-Kompression (verlustfreie Komprimierung).
- IETF RFC 1951: DEFLATE Compressed Data Format Specification (Grundlage der PNG-Kompression).
- Methodik: Die Größenangaben sind aus der Formel Breite mal Höhe mal Byte pro Pixel berechnet (Richtwerte). Die echte Ersparnis für deine Datei zeigt der Konverter direkt nach der Umwandlung an.