BMP-zu-PNGkonverter

Anleitung · 8 Min. Lesezeit

BMP in PNG umwandeln mit GIMP: kostenlos exportieren Schritt für Schritt

BMP in PNG umwandeln mit GIMP, dem kostenlosen Bildeditor: installieren, BMP öffnen, über Exportieren als sauber als PNG sichern, mit den richtigen PNG-Optionen. Plus ehrlicher Vergleich, wann sich GIMP lohnt und wann ein Browser-Konverter schneller ist.

Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan Rudat Veröffentlicht Geprüft

Kurz gesagt

GIMP ist ein kostenloser, quelloffener Bildeditor für Windows, Mac und Linux. Zum Umwandeln öffnest du das BMP über Datei und Öffnen und wählst dann Datei, Exportieren als (nicht Speichern, das erzeugt nur GIMPs eigenes Format). Endung im Dateinamen auf .png setzen, im PNG-Dialog die Voreinstellungen bestätigen, fertig. PNG ist dabei verlustfrei. GIMP lohnt sich, wenn du das Bild zusätzlich bearbeiten willst. Geht es nur um die Umwandlung, ist der Browser-Konverter ohne Installation schneller.

GIMP, kurz für GNU Image Manipulation Program, ist die bekannteste kostenlose Alternative zu Photoshop. Wer ohnehin GIMP installiert hat oder das Bild nicht nur umwandeln, sondern auch zuschneiden, freistellen oder farblich anpassen möchte, findet hier alles in einem Programm. Für die reine Umwandlung von BMP nach PNG ist GIMP zwar etwas überdimensioniert, funktioniert aber zuverlässig und bietet beim Export Feineinstellungen, die einfache Bordmittel nicht haben. Dieser Ratgeber führt durch Installation, Öffnen, Export und die wichtigsten PNG-Optionen und sagt ehrlich, wann sich der Aufwand lohnt.

Schritt 1: GIMP installieren

GIMP ist freie Software und kostet nichts. Lade es ausschließlich von der offiziellen Seite gimp.org herunter, um keine mit Werbung gebündelten Fremdinstaller zu erwischen. Es gibt Versionen für Windows, macOS und Linux. Nach dem Download startest du den Installer und folgst den Schritten, eine Standardinstallation reicht völlig aus. Beim ersten Start braucht GIMP einen Moment, danach steht der volle Funktionsumfang bereit. Wer keine Adminrechte hat, etwa auf einem Firmen- oder Schul-PC, kann GIMP oft nicht installieren. In diesem Fall ist ein Browser-Tool die einzige praktikable Lösung, dazu unten mehr.

Schritt 2: BMP-Datei öffnen

Starte GIMP und klicke oben links auf Datei, dann auf Öffnen. Es erscheint der Datei-Browser von GIMP. Navigiere zu deiner .bmp-Datei, markiere sie und bestätige mit Öffnen. GIMP dekodiert das Bitmap und zeigt es auf der Leinwand an. BMP wird von GIMP zuverlässig gelesen, auch palettierte 8-Bit-BMP und 24- oder 32-Bit-Varianten. Selbst RLE-komprimierte BMP, die manche Programme nicht öffnen, bereiten GIMP in der Regel keine Probleme. Das macht GIMP zu einer guten Rückfalllösung, wenn ein anderes Werkzeug eine exotische BMP-Variante nicht lesen konnte.

Schritt 3: Exportieren als PNG

Jetzt kommt der entscheidende Punkt, an dem viele Einsteiger stolpern: In GIMP führt der Menüpunkt Speichern beziehungsweise Speichern unter immer zum hauseigenen Format XCF, das nur GIMP versteht. Für PNG, JPG und alle anderen Bildformate gibt es stattdessen Exportieren. So gehst du vor:

  1. Datei, Exportieren als. Klicke auf Datei und dann auf Exportieren als (englisch Export As). Es öffnet sich der Export-Dialog.
  2. Endung auf .png setzen. Ändere im Feld Name die Dateiendung auf .png, zum Beispiel von bild.bmp zu bild.png. An der Endung erkennt GIMP, welches Format gemeint ist. Wähle den Zielordner.
  3. Exportieren bestätigen. Klicke unten auf Exportieren. GIMP öffnet nun den PNG-spezifischen Dialog mit den Format-Optionen.
  4. PNG-Optionen wählen. Hier kannst du die Voreinstellungen meist übernehmen. Ein Klick auf Exportieren schließt den Vorgang ab. Die PNG-Datei liegt im gewählten Ordner.

Ab GIMP 2.10 heißt der direkte Weg ebenfalls Exportieren als. Wer dieselbe Datei kurz darauf erneut exportieren will, kann mit Datei, Exportieren nach (ohne Dialog) den letzten Export wiederholen.

Die PNG-Optionen verstehen

Der PNG-Export-Dialog von GIMP bietet einige Einstellungen, die auf den ersten Blick verwirren. Wichtig vorab: Keine dieser Optionen verschlechtert die Bildqualität, denn PNG ist verlustfrei. Die folgende Tabelle erklärt, was die wichtigsten Felder bewirken:

Option Wirkung Empfehlung
Kompressionsgrad Wie stark gepackt wird (0 bis 9). Höher heißt kleinere Datei, aber langsamer. Qualität bleibt gleich. Standard (9) oder belassen
Interlacing (Adam7) Bild baut sich beim Laden schrittweise auf. Macht die Datei etwas größer. Aus
Hintergrundfarbe speichern Hinterlegt eine Ersatzfarbe für Programme ohne Transparenz. Optional
Auflösung speichern Schreibt die DPI-Angabe ins PNG, relevant für Druck. An lassen

Wer nichts anpasst, erhält ein einwandfreies PNG. Der Kompressionsgrad ist der einzige Wert, der die Dateigröße beeinflusst, und das ohne jeden Qualitätsverlust. Warum PNG trotz vollem Bildinhalt deutlich kleiner ist als das ursprüngliche BMP, erklärt der Ratgeber Warum sind BMP-Dateien so groß.

Transparenz und Alphakanal in GIMP

Hat dein BMP einen Alphakanal (32-Bit-BMP mit Transparenz), übernimmt GIMP ihn und das PNG bleibt transparent. Ein klassisches 24-Bit-BMP hat keine Transparenz, daraus entsteht beim Export auch keine. GIMP kann allerdings mehr als nur umwandeln: Über Ebene, Transparenz, Alphakanal hinzufügen und das Werkzeug Nach Farbe auswählen lässt sich ein einfarbiger Hintergrund nachträglich entfernen und so ein echtes transparentes PNG erzeugen. Das ist dann allerdings keine Umwandlung mehr, sondern eine Bildbearbeitung. Die Abgrenzung erklärt der Ratgeber Bleibt die Transparenz beim Umwandeln erhalten.

Wann sich GIMP lohnt und wann nicht

GIMP ist ein vollwertiger Bildeditor, kein reiner Konverter. Daraus ergibt sich eine klare Empfehlung:

  • GIMP lohnt sich, wenn du das Bild zusätzlich bearbeiten willst: zuschneiden, freistellen, Größe ändern, Farben korrigieren, Text einfügen oder mehrere Ebenen kombinieren. Dann ist die Umwandlung nur ein Nebenprodukt.
  • GIMP lohnt sich auch als Rückfalllösung für sehr seltene oder beschädigte BMP-Varianten, die andere Tools nicht öffnen.
  • GIMP lohnt sich nicht, wenn du nur schnell eine oder mehrere BMP in PNG umwandeln willst. Installation, Start und das mehrstufige Exportmenü sind dafür unnötig aufwendig.

GIMP gegen Browser-Konverter

Für die reine Umwandlung steht GIMP im direkten Vergleich mit dem BMP-zu-PNG-Konverter auf bmp-png.de. Beide arbeiten lokal, dein Bild verlässt dein Gerät in keinem der beiden Fälle. Der Unterschied liegt im Aufwand:

Aspekt GIMP Browser-Konverter
Installation Nötig, mehrere hundert MB Keine, läuft im Browser
Adminrechte Meist erforderlich Nicht nötig
Mehrere Dateien Stapel nur über Skript-Fu Mehrere zugleich, ZIP-Download
Bearbeiten Voller Funktionsumfang Nur Umwandeln
Datenschutz Lokal, kein Upload Lokal, kein Upload

Kurz: Willst du bearbeiten, nimm GIMP. Willst du nur umwandeln, vor allem auf einem Rechner ohne Installationsrechte oder bei mehreren Dateien, ist das Browser-Tool deutlich schneller. Im Stapelbetrieb von GIMP brauchst du das Skript-Fu-Konsolenmodul oder das BIMP-Plugin, beides ist für Laien Mehraufwand.

Nur umwandeln, ohne Installation?

Wandle BMP direkt im Browser in PNG um, verlustfrei, ohne Upload und ohne Programm.

Zum BMP-zu-PNG-Konverter

Häufige Fragen

Ist GIMP kostenlos?

Ja. GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist freie und quelloffene Software und für Windows, macOS und Linux kostenlos auf gimp.org erhältlich. Es gibt keine Bezahlversion und kein Abo.

Warum heißt es bei GIMP Exportieren statt Speichern?

GIMP speichert mit Speichern nur sein eigenes Format XCF. Für PNG, JPG oder andere Formate nutzt man Datei, Exportieren als. Das ist gewollt, damit das verlustfreie Arbeitsformat vom Endformat getrennt bleibt.

Verliert das Bild beim PNG-Export aus GIMP an Qualität?

Nein. PNG ist verlustfrei. Der Kompressionsregler im PNG-Dialog steuert nur, wie stark die Datei gepackt wird, nicht die Bildqualität. Das Ergebnis enthält dieselben Pixel wie das BMP.

Lohnt sich GIMP nur zum Umwandeln?

Nur für die reine Umwandlung ist GIMP überdimensioniert. Es lohnt sich, wenn du das Bild zusätzlich bearbeiten willst. Für die schnelle Umwandlung ist ein Browser-Konverter wie bmp-png.de ohne Installation einfacher.

Quellen und Methodik

  • GIMP-Dokumentation: Exportieren von Bildern (Datei, Exportieren als) und PNG-Exportdialog.
  • GIMP-Projekt: Hinweise zum Unterschied zwischen Speichern (XCF) und Exportieren.
  • Schrittfolgen geprüft mit GIMP 2.10.
  • PNG-Eigenschaften nach der PNG-Spezifikation (W3C), verlustfreie Deflate-Kompression.

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